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  • Tag der Frau 2008: Führen Frauen wirklich anders?

    Fünfundzwanzig Delegierte aus den verantwortlichen Organisationen und ein neunköpfiger Vorstand des Trägervereins „Tag der Frau“ haben am 16.Februar 2008 im Kongresszentrum Basel zu Ihrem traditionellen 34.Tag der Frau eingeladen.

    Ca.300 Teilnehmende und die Nationalrätinnen Silvia Schenker, Susanne Leutenegger Oberholzer und Katharina Amacker folgten dem Referat und der Podiumsdiskussion.

    Nach den Begrüssungen durch die Präsidentin, Josy Nussbaumer, überbrachte Stephan Peyer die Grussworte der Messe Basel und argumentierte, dass Frauen wirklich anders führen.Regierungsrat Dr. Guy Morin begrüsste die Anwesenden im Namen der Basler Regierung und führte aus, dass das Verhalten von Männern und Frauen in der Oeffentlichkeit unterschiedlich wahrgenommen wird.Frau Prof.Dr. phil.Nathalie Amstutz  hat in Ihrem Referat „Frauen in Führung“  aufgezeigt, welche Hürden es für Frauen in Führungspositionen zu überwinden gilt.“Wir wollen die Besten“ heisst es auch in der Schweiz.Es wurde festgestellt, dass der Anteil Frauen in Kaderpositionen in Wirtschaft und Wissenschaft jedoch weiterhin nicht massgeblich zunimmt.

    Die Erfahrung zeigt, dass es nicht eine gläserne Decke gibt, an der Frauen anstossen, sondern dass sie im Labyrinth der Männernetzwerke stecken bleiben.  Firmen sagen immer wieder:„Wir hätten gerne eine Frau, aber wir finden keine.“ Dabei gilt es zu beachten:

    1. Frauen müssen die Bedingungen für eine  Führungsposition aushandeln.
    2. Es werden transparente Laufbahnen im Labyrinth vereinbart.
    3. Ziele werden gemeinsam verbindlich festgelegt.

    An der Podiumsdiskussion, moderiert von Ina Held, nahmen fünf Fachleute teil:

    •  Prof.Dr. phil.Nathalie Amstutz, Referentin
    •  Dr. Sabine Pegoraro, Regierungspräsidentin BL
    • Yvette Thüring, Direktorin Swissôtel Le Plaza Basel
    • Lisa Störkmann, Expertin für systematische Personal- und Organisationsentwicklung
    • René Mägli, CEO von MSC Agency, Unternehmer, der ausschliesslich Frauen beschäftigt.

     

    Fazit:

    > Sabine Pegoraro:Frau muss sich zutrauen, führen zu können.Authentisch bleiben und selbstbewusst auftreten.

    > Lisa Störkmann:Frau muss Raum nehmen; sie braucht Unterstützung und Kontakte mit Männern und Frauen.

    > Yvette Thüring:Die Körpersprache ist wichtig, es braucht Mut und „lass Dir Zeit“!

    > Nathalie Amstutz:Wir müssen uns beeilen, es braucht Bewusstsein.Kompetenz allein genügt nicht.

    > René Mägli:“Mein Ziel ist es, meine Mitarbeiterinnen so zu fördern, dass es in fünf Jahren nicht heisst:An der Spitze steht immer noch ein Mann!“

     

    Musikalisch umrahmt wurde der Anlass durch die Harfensolistin Betty Petterson, die auch als Musiktherapeutin in Schweden tätig war.

    Inmitten des bunten Reigens der traditionellen Markstände wurden nach der Podiumsdiskussion persönliche Gedanken bei Stehlunch und Kuchenbuffet -von den Delegierten und Vorstand des Trägerverein hergestellt – ausgetauscht.

    16.Februar 2008