Der damalige muba Direktor Frédéric Waldhart und seine Sekretärin Rosmarie Zweifel suchten Anfang der 70ger Jahre einen Grund, vermehrt die Damenwelt an die muba zu locken.
So wurde 1975 der erste Tag der Frau ins Leben gerufen, finanziell grosszügig getragen von der Messe und der Stadt Basel. Organisiert von Delegierten verschiedener Frauen- Organisationen mit einer Präsidentin, welche durch den Anlass führte. Hauptthema war das Frauenstimmrecht in der Schweiz.Der Anlass wurde immer am Mittwochmorgen der ersten muba Woche durchgeführt: vormittags Referate, danach ein kleiner Imbiss und nachmittags Besuch der Aussteller der muba.
Thematischer Überblick seit 1975
Nach dem finanziellen Rückzug der Stadt Basel, mussten die Organisatorinnen mit Gagen und extravaganten Gästen zurückstecken.Ein Betteln bei Wirtschaft und Verbänden konnte den Tag der Frau schlecht und recht über Wasser halten.Immer weniger Sponsoren waren gewillt, den Anlass Tag der Frau zu unterstützen.In Wirtschaftskreisen wurde über den feministischen Touch gemunkelt.Aus dem anfänglichen Frauenmorgen wurde ein ganztägiger Anlass mit Workshops.Dies wiederum gefiel der Messe-Leitung überhaupt nicht, denn mit dieser Änderung wurde dem ursprünglichen Grund des Anlasses, die Frauen in die Messehallen der muba zu locken, entgegen gewirtschaftet.
Nach einem offenen Gespräch mit der muba Direktion im Jahre 2000 war man sich einig, den Tag der Frau weiter als Morgenanlass durchzuführen. Erstmals wurden Männer dazu eingeladen und man versuchte, die Themen auch für männliches Publikum interessant zu gestalten.
2001 wurde festgestellt, dass nur pensionierte Personen an einem Mittwochmorgen Zeit fanden an einem Anlass teilzunehmen.Gleichzeitig wurde das Zusammentragen der nötigen Geldsummen immer schwieriger.Es wurde beschlossen, einen Eintritt von 20 CHF zu verlangen, was einige Damen vor den Kopf stiess.
Die Organisation mit ungefähr 20 Delegierten aus verschiedenen Frauenorganisationen und Parteien wurde immer schwerfälliger und beanspruchte sehr viel Zeit in der Führung und Leitung der verschiedenen Interessensgruppen.So kam es zur Gründung des Trägerverein Tag der Frau im Jahre 2003. Seither leitet ein 5 – 7 köpfiger Vorstand die Geschäfte des Vereins und lädt die Delegierten jeweils zur Festlegung von Themen, Referenten- und Podiumsteilnehmern ein.
Die Tragenden Organisationen stellen je eine Delegierte zur Verfügung. Die Mittragenden Organisationen unterstützen den Tag der Frau mit einem jährlichen finanziellen Beitrag.Auch werden die Einladungen durch diese Organisationen verteilt.
2005 durfte der Trägerverein aufgrund seiner Öffnung zugunsten der Männerwelt, mit anderen Worten an jedem Anlass nimmt mindestens ein Mann einen Platz auf dem Podium ein oder hält das Eingangs-Referat, den Chancengleicheitspreis der beiden Basel entgegennehmen.Mit diesem Geld konnten Logo, Homepage, Flyer und viele andere nützliche Vereinswerkzeuge finanziert werden. So konnte im Nachhinein das Defizit der Veranstaltung im 2010 gedeckt werden. Durch die Mitgliedschaften von Einzelpersonen, Paaren, Firmen und Gemeinden kann der Verein in einem Jahr mit einem gut besuchten Anlass und seinen wenigen treuen Sponsoren überleben, jedoch würde der Tag der Frau ohne die alljährliche grosszügige Unterstützung durch die muba Basel resp. der Messe Schweiz (Basel) AG kaum Chancen der Durchführung haben. Wir bedanken uns bei Herrn Chris Eichenberger für seinen “goodwill”, seine persönliche Unterstützung und sein Bekenntnis zum Tag der Frau.
2011 wurde die Führung des Trägervereins Tag der Frau in die Hände einer jüngeren Generation gelegt.
Stand:23.Januar 2012










